22. Sparkassen 24h Schwimmen

171 Teilnehmer legen 1120 Kilometer zurück

24 Stunden Schwimmen
Iserlohn Kreisanzeiger und Zeitung 27.06.2016

Eine Katastrophe:, sagte Rainer Fiesel, Präsident des Schleddenhofer Schwimmvereins, bei der Siegerehrung des 24-Stunden-Schwimmes. Er sprach in seiner abschließenden Betrachtung allerdings nur vom Wetter und nicht von den Leistungen und der Beteiligung der Schwimmer, denn die können sich sehen lassen.

171 Schwimmer legten in der Zeit von Samstag - bis Sonntagmittag auf den 50-Meter-Bahnen im Freibad Schleddenhof insgesamt 1120 Kilometer zurück. Die magische Tausender-Marke, die im vergangenen Jahr verfehlt wurde, konnte damit nicht nur wieder erreicht, sondern deutlich überboten werden.

Und das verdient angesichts der Wettereskapaden besonders hervorgehoben zu werden. Schließllich schüttete es am Samstag teilweise aus allen Rohren, so dass ein Teil des Rahmenprogramms buchstäblich ins Wasser fiel. Florian Steinhoff sagte seinen Live-Musik-Auftritt komplett ab und auch die Wasserrutsche für die Kinder konnte nicht in Betrieb genommen werden. Kaum zu glauben, dass trotzdem rund 70 auswärtige Teilnehmer, unter anderem aus Dortmund, auf der Wiese in Zelten übernachteten. Die ISSV-Jugend spannte Planen über die Zelte, damit des Nachts niemand in einer Wasserpfütze liegen musste.

Zurück zu den sportlichen Leistungen: Der 16-jährige Nils Eikermann verfehlte als Sieger zwar das selbst gesteckte Ziel, den absoluten Rekord des 24-Stunden-Schwimmens zu knacken. Aber mit 46,5 Kilometern zeigte er eine beeindruckende Leistung. Mir taten beide Arme weh, entschuldigte er die nicht erfüllten Erwartungen. Aber das Gefühl, erstmals beim 24-Stunden-Schwimmen ganz oben auf dem Treppchen zu stehen, erfüllte ihn doch mit Stolz. Jetzt strebt der MGI-Schüler die Teilnahme an den NRW-Meisterschaften an.

Nicht minder stolz nahm Dina Afify den Siegerpokal bei den Damen bzw. Mädchen entgegen. Die 13-jährige schaffte 35 Kilometer und verbesserte ihre persönliche Bestleistung damit gleich um 12 Kilometer. Ich hab viel trainiert, erklärt das junge Talent seinen Erfolg.

Den Startschuss für das 24-Stunden-Schwimmen hatte am Samstag um 13 Uhr Annemone Kemper gegeben. Rund 20 Schwimmer ließen sich von diesem Schuss auf die Reise schicken. Eine gute halbe Stunde später waren etwa doppelt so viele im Becken. Dann kam der große Regen, der das Rahmenprogramm beeinträchtigte, die Schwimmer aber nicht sonderlich abschrecken konnte. Sie waren schließlich ohnehin im Wasser.

Die Siegerehrung am Sonntag wurde von MdB Dagmar Freitag und von MdL Michael Scheffler vorgenommen. Dazu durften als jüngster Teilnehmer auch der sechsjährige Rayan Szcucki und als Senior Peter Rahn vom Jahrgang 1939 auf die Bühne kommen. Die weiteste Anreise hatte Joachim Eisenhardt aus Itzehoe.

Der erstmals ausgeschriebene Pokal für das Schwimmen mit Schwimmflügeln ging an die vierjährige Amelie Radeck, die keine Konkurrenz zu fürchten hatte. Den anderen Kindern war es zu kalt.

Bericht: Helmut Rauer​ (IKZ)